Freitag, 14. Oktober 2011

Gefasel: Wusch! Frrrrr.... Ziiiip.

„Also zuerst mal müssen die Vorhänge auf.“ Mit zwei schnellen Wusch!-Geräuschen riss sie die Vorhänge zur Seite.
„Vorhänge und Rollos? Wirklich?“ Frrrrrrrrrrrrrr…
„Innenjalousien?“ Ziiiip.
„Man kann nie vorsichtig genug sein! Irgendeiner dieser verfluchten Sonnenstrahlen schafft es immer! Kleine Bastarde…“ Meine Erklärung fand keine Ohren zum verkriechen.
„So, jetzt machen wir erstmal das Fenster auf und lüften ein wenig.“
„Nein, nicht lüften! Es ist noch zu früh, um zu lüften!“ Es war zu spät. WUSCH! Ich drückte mich tief in meinen Schreibtischstuhl und wickelte den Bademantel, meinen alten Freund und Gefährten, enger um meinen Körper. Zip. Ich verknotete den Gürtel. Jeden Moment kommt jetzt die frische Luft. Jeden Moment. Da ist sie. Es ist genauso schrecklich wie ich sie in Erinnerung habe!
„Frrrrrr,“ machte jetzt ich. Sofort wurden die feuchten Stellen auf meinen Lippen kühl, dann umschmeichelte die Luft so gar nicht schmeichelhaft meine Beine und plötzlich fiel mir auf wie kalt meine Zehen sind. Der einzige Vorteil war dieser schöne Geschmack in meiner Nase – die auch sofort anfing durch zu kühlen.
„So, und jetzt kommst du hier an die Tür!“
„Was, aber, Nein! Die Tür führt nach draussen! Auf den Balkon!“ Alles was ich hätte sagen können wäre sinnlos gewesen, ich zog mir noch schnell ein Paar warme Wollsocken drüber als ihr kleiner Arm meinen Schreibtischstuhl, auf dem ich leider Gottes festgefroren war, zur Balkontür zog. Manchmal hasse ich es Mitbewohner zu haben.
„Bitte nicht da raus, da ist es kalt und hell und die Sonne!*“
Mit einem geschickten Griff unter die Ellbogen wurde ich plötzlich – Wusch! – auf den Balkon gezerrt.
Oh mein Gott, die Sonne. Dieses entsetzliche warme Gefühl auf meinen Schultern!
„Hör auf mit dem Drama und sieh sie dir an! Die Sonne!
„Das Licht! Es brennt auf meiner Haut!“
„Ach, diese Ruhe!“
„Meine Güte, was passiert mit mir?“
„Stell dich nicht so an. Atme tief durch und genieß für einen Moment die kühle Luft des Morgens.“
„Meine Lunge hört auf zu Arbeiten. Ich kann nicht mehr einatmen, die Luft zerfrisst meine Lunge!“
„Oh, diese Stille!“
„Das Schreien der Kinder!“
„Das Gezwitscher der Vögel! Ist es nicht ein herrlicher Morgen?“
„Ich hasse dich!“
„Siehst du wie unsere Wäsche im Wind weht, wie sich die Bäume bewegen, wie alles über deine Haut streichelt… Hast du mich gerade ausgesperrt?“
Ihre Widerworte gingen im Gesäusel des Windes unter. Ziiiip. Frrrrrr… Wusch! Ihr Antlitz verschwand hinter Innenjalousien, Rollos und Vorhängen. Und – Ziip – ich entledigte mich meines Bademantels. Frrrr… machten meine Füße, als ich die Wollsocken auszog und mit einem Wusch warf ich mich wieder ins Bett und krabbelte unter die gnädig warme Decke. Ach diese Ruhe, ach diese Stille! Ist es nicht ein herrlicher Morgen?
Nur irgendwo hämmerten kleine Frauenfäustchen gegen eine Fensterscheibe.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Gefasel: Der ewige Kreis


Scharp, scharp, scharp.
Der Löffel macht solche Geräusche auf der Keramik.
Omnomnomnomnomnomnom.
Der Mensch macht solche Geräusche beim Essen. Das schmeckt!
Gulp.
Das ist der Hals, der das fertig genossene herunterschluckt.
Und dann setzt sich das Essen in den Magen. Dort grummelt und grumpft es, wird in den Darm geschoben und mit jede Menge Chemie vermischt, durch eine riesige Wurst gedrückt, um dann selber zur Wurst zu werden.
Was das für Geräusche macht wissen wir alle.
Flusch!
Das ist das, wenn die Reste dann dem Abwasser zufließen. Dem Dreck der Zivilisation! Ein spannender Ort. Zwischen Papier, herunter gespülten Goldfischen, ausgewachsenen Babykrokodilen schwimmt dann unser Essen zusammen mit versagten Träumen, einem Ehering, natürlich der Liebe und vielen, vielen anderem Müll.
Dann kommt es in die Kläranlage. Damit es wieder sauber wird. Da kommt der ganze Schmodder dann aus unserem Essen raus und unser Essen wird zu schönem sauberen Wasser, das wird dann in den Fluss gekippt, hinter Bitterfeld, gleich da wo die Fabrik steht und ihr Abwasser dazugibt. Dann gibt’s Hochzeit. Die beiden vermischen sich und machen Flitterwochen auf unseren Feldern. Das ist da wo die Bauern dann das aus der Fabrik nehmen, was nicht im Abwasser gelandet ist und über die Erde verteilen. Das ist dann ein bisschen so, als hätte das junge Ehepaar Wasser Kinder. Und weil es zu eng wird für drei bauen sie sich ein Haus, das aus dem Boden wächst, zwischen vielen anderen Häusern, von vielen anderen Familien. Das sieht dann ein bisschen aus wie eine Stadt. Nur, dass die Luft nicht so schlecht ist.
Nach ein paar Monaten kommt der Bauer und reißt die Stadt wieder ab. Der ist nämlich ziemlich sauer darüber, dass auf seinem Boden einfach so Städte gebaut werden. Und weil der Bauer im Gegensatz zu vielen anderen noch etwas dagegen tun kann holt er seinen Mähdrescher. Der macht dann auch die Luft schlecht, aber das macht nichts, weil die Familie Wasser, die jetzt schon ein ganz schön großes Haus hatte, mit Sack und Pack einfach mitgenommen wird. Der Bauer, der unbedingt Miete haben will, die das Wasser aber nicht zahlen kann, verarbeitet jetzt das Wasser – das was von unserem Essen übrig geblieben ist – zusammen mit seinem neuen Ehepartner, dem Abwasser, seinem Kind dem Düngermittel, und seinem Haus, den Naturalien, in neues Essen, dass er dann verkaufen kann, an Leute die es weiterverarbeiten und dann den Preis verdoppeln und wir kaufen es dann und schütten es in unsere Keramik.
Scharp, scharp, scharp, macht dann der Löffel, wenn er die Familie Wasser von unserer Keramik kratzt und Omnomnom macht dann der Mensch, wenns uns dann schmeckt.

Slackerrecords: Einkaufstag

Heute musste ich furchtbar früh aufstehen. Es gab eine Besprechung im Theater und dafür musste ich bereits um – haltet euch fest – zehn Uhr da sein. Vormittags! Ja!
- Der Drama-Dramatiker



Weil ich schon so unterwegs war, beschloss ich endlich ein funktionierendes Telefon zu kaufen und mich, nachdem ich ganz kalt versetzt wurde, mit Wintersachen einzudecken, die ich tatsächlich verwenden kann.


- Der Stundet


Heute ernährten neben dem Frühstück ausschließlich Würstchen mit Fladenbrot.
Fladenbrot lässt sich nicht gut toasten.
- Der Kulinar

Ich habe eine Software zum Drehbücher, Romane, Dramen, usw. schreiben besorgt, mit der die Sache plötzlich sehr stressfrei wird. Dann habe ich sofort damit angefangen die Serienbibel für „Rechtsabbieger auf Fußgänger achten“(c) zu schreiben. Das Team wird gesammelt, die Lokalität wird gesichert, wenn ich Schauspieler finde, können die Dreharbeiten wie geplant im Sommer beginnen...
- Der Autor


Jetzt muss ich aber los, weil die Frau, von der ich mich heute Vormittag versetzen hab lassen, machts jetzt wieder gut und wir gehen äähm: „irgendwo hald ma weng frische luft, du garschtiger!“. Bis Morgen.

- Der Student

Jaja, ich schreibe morgen die Geschichten für Gestern, Heute, Morgen (!).
- Der Autor


Das will ich aber auch meinen....


- Der Taugenichts


Eine der Geschichten wird heißen „verkatert“
.

- Der Student

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Slackerrecords: Pizzabrötchen


So. Mittwoch. Was ist da wohl passiert. Ja...
Die Antwort ist: Gar nichts! Ich habe heute absolut gar nichts gemacht! Ich bin spät aufgestanden, habe den Nachmittag über geschlafen und bin früh ins Bett!

- Der Student


Erwähnenswert sind die Pizzabrötchen.
Oooh, die Pizzabrötchen! Ich habe heute ja meine ersten komplett selbstgemachten Pizzabrötchen gemacht. Für den ersten Versuch: Gar nicht schlecht! Leider sind sie mir ein bisschen verbrannt, was den Geschmack natürlich schmälert. Hätte ich mehr Fleisch gehabt, ein bisschen Schinken, wäre das sicherlich gut geworden.
Probleme bereitet mir auch noch das durchweichen der Brötchen. Da muss es doch einen Weg geben...

- Der Kulinar

Dazu genoss ich eine Folge „Ringer“, eine der neuen Serien in diesem Herbst. Die Auflösung des Cliffhangers dieser Episode wird wohl ausschlaggebend dafür sein, ob ich die Show für „Gut“ befinde, oder nicht.
Außerdem: Am Sonntag beginnt die zweite Staffel von THE WALKING DEAD. Alles was jetzt fehlt ist Californication und Game of Thrones, und der Verlust von Battlestar Galactica ist fast wieder ausgeglichen.
Natürlich startet ersteres erst im April und letzteres im Januar, aber das ist vielleicht gut so. Zuviel zu Gute Serien gleichzeitig wären Overkill. Darum musste „Peron of Interest“ auch enttäuschen, aber mehr dazu vielleicht ein andermal.

- Der Serienjunkie


Jup. Ich hab mal wieder einfach so einen neuen Charakter rausgekehrt.

- Der Taugenichts

Gefase: Gefasel


„Gehen wir da links in die dunkle Gasse und schauen was passiert?“
Sie sah mich an, „Klar,“ und zuckte mit den Schultern. Die Gasse führte zur Nächsten und die weiter in die Nächste.
„Wusstest du wie viele Italiener und wie viele Bars es hier hinten gibt?“
„Nein.“ Sie lachte. Sie lachte viel. Das war gut. Es gab nicht viele Frauen mit Humor. Auch wenn über einen Witz lachen nicht unbedingt Humor bedeutet, aber den hatte sie. Das war gut. Weibliche Freunde zu haben ist für einen Mann ja immer unkomplizierter. Es gibt diese ganze Schwanzvergleich-Rivalität nicht und man hat im Idealfall jemanden, der die Gedanken von diesem ach so mysteriösen anderem Geschlecht entschlüsseln kann. (Weil das ja jemals funktioniert.) Natürlich gehört noch mehr dazu. Mich verband mit dieser Frau eine außergewöhnliche Abneigung gegen fremde Menschen. Es ist nicht wirklich so, dass wir sie nicht mögen. Aber es ist auch nicht so, dass wir irgendetwas von ihnen wollen. Man hat sein Leben und ist glücklich damit, wieso sollte man also mit jedem Menschen fraternisieren der auf dem Weg sitzt? Ich rede ja nicht davon Hilferufe zu ignorieren, oder am Menschen in Not vorbeizulaufen, nur davon, dass ich keinen Grund sehe mit jemandem zu reden, der vielleicht zufällig gerade auf derselben Feier ist.
Warum sie das witzig fand weiß ich aber auch nicht. Vermutlich dichtet sie in ihrem eigenen Hirn Dinge dazu und sieht das Gesagte aus ihrer persönlichen Perspektive immer anders. Ich fand das gut. Ich kannte das selber zu Genüge. (Wie oft wird man gefragt: „Wieso zum Teufel lachst du jetzt? Ein Mann ist gerade gestorben!“ Und wegen der „College Humor“Assoziation, muss man dann noch mehr lachen. Das wiederum erinnert an den Giggle Loop - und wenn man erstmal bei Coupling angekommen ist, ist alles verloren. Aber ihr kennt das ja.) Wir waren also irgendwo im Bauch der Stadt und so langsam verloren wir die Orientierung, aber das machte nichts, denn es ist eine Eigenart dieser Stadt, welche wir unsere neue Heimat schimpfen, dass man immer da rauskommt, wo man hin will.
Aber wir wollten ja gar nirgendwo hin. Was war also unser Ziel? Die Antwort liegt im käsigen Spruch: Der Weg ist das Ziel. Wir haben uns nur getroffen, um uns die Zeit zu vertreiben, den Ärger zu verscheuchen und uns im alleine Leben Gesellschaft zu leisten.
Dabei half die kalte Herbstluft der Nacht und die stillen Straßen des Wochentags ziemlich gut. Solche Sachen sind Stimmungsträger. Einige Dinge, die oft in die Romantik verwurstelt werden, ohne zu Wissen, dass damit die tatsächliche Caspar David Friedrich und ETA Hoffmann Romantik gemeint ist und nicht dieses grässliche rosa Produkt, dass heute davon übrig ist, gemeint ist, sind immer zu spüren. Ich weiß nicht was im Menschen dafür sorgt, dass er so etwas erkennt und fühlt. Sind es Gene, wie beim Kindchenschema? Chemie, wie bei Gefühlen, sofern man diesen Unsinn glauben will? Oder etwas andere, höheres, eine der Mächte, die hinter den Gesetzen der Mathematik, die nicht greifbar für alles wissenschaftliche ist, nicht ersichtlich für das menschliche Auge und sogar für den Geist nur erahnbar ist, in der Schönheit eines Vollmonds, der die Wolken bestrahlt oder durch einen Schleier an Nieselregen hindurch leuchtet.
Es gibt zahlreiche Geschichte, „Berlinromane“, es gibt den Expressionismus, den Cyberpunk, und tausend andere Gattungen und Halbfiktionen, die sich mit dem „Gott der Stadt“, dem „Monster Stadt“ oder wie man es auch immer nenne will auseinandersetzt. Alle versuchen in einer Stadt eine Macht zu finden, der wir kleinen Menschen hoffnungslos ausgeliefert sind. Manchmal ist es die Maschine, die Technologie, die den Menschen überholt hat, manchmal ist es die Verderbtheit des Menschen selber, die niemandem eine Chance geben soll.
Solche Momente strafen aber all diese Geschichten Lügen. Nun ist ein Spaziergang in einer Kleinstadt nicht mit Bladerunner zu vergleichen, und wir waren auch nicht damit beschäftigt gegen NuNdUuN zu kämpfen und das Wiedenfließ zu erobern. Wir gingen auch nicht unter in der Stadt und waren keine Kriegsheimkehrer, das ist alles wahr, aber trotzdem erfasste mich eine Magie, eine so allgegenwärtige Magie, eine alltägliche Magie, die mir jedes Mal die Knie schwach werden lässt.


Okay, ich weiß wirklich nicht worauf ich hinaus wollte. Vermutlich auf gar nichts. Ich stampfe das als Archivleiche ein und beschließen, dass es wie so viele andere bestimmt irgendwann mal rebootet wird (das machen die coolen Kids heutzutage ja). Bis dahin: Viel Spaß aus dem groben Blech des sinnentleerten Schwätzens doch noch einen Sinn zu schlagen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Slackerrecords: Essen aus dem Staub des Raumes


Ich vermute, dass ich inzwischen genug Erfahrung gesammelt habe, um aus dem Staub des Kühlschranks immer noch etwas essbares zu formen, wenn es denn sein muss. Es gibt wirklich keinen Grund einkaufen zu gehen, wenn noch eine alte Zwiebel, ein halber Becher, der morgen abläuft, und eine einsame Wurst im Kühlschrank ist.
Bis auf den einen.
Egal wie früh es am Morgen ist, egal wie unausgeschlafen und fertig ich bin, auch wenn ich noch nicht einmal Zähne geputzt habe: Wenn keine Haferflocken zum Frühstück da sind, dann muss ich einkaufen gehen. Tatsächlich sind Haferflocken das einzige, was mich in den Supermarkt bringt. Ein Tag der ohne Haferflocken beginnt, ist ein Tag ohne den Glanz der Sonne, ohne den Rausch des Blutweins, ist ein leerer, blasser Tag. (Ja, ich habe heute zwar Haferflocke gekauft, aber jetzt ist meine Milch leer.)

- Der Bademantelmann


Für Celebrtiy Tratsch geb ich ja eigentlich nicht viel, aber wusstet ihr dass Laurence Fishburne (Morpheus, Matrix) mit Gina Torres (Zoe, Firefly)verheiratet ist? Wie so viele Schauspieler haben sie sich wohl am Set kennen gelernt. (Was? In welchem Film kommen die beiden denn zusammen vor? Ich weiß es nicht, aber wenn es eine Fortsetzung zu Matrix gegeben hätte, hätte sie sicherlich mitgespielt.) Diese Art der Verbindung lässt doch an das Gute glauben...

- Der Serienjunkie

Few. Das wars. In der letzten Woche konnte ich schön jeden zweiten Tag eine Geschichte schreiben und die anderen Tage mit Archivmaterial füllen. Das geht mir jetzt so langsam aus, aber eine Woche muss ich noch beschriften? Ich geh besser mal an die Arbeit, für den Montag muss ich noch was nachreichen...

- Der Autor


Link des Tages:
The old Republic – Als republikanische Soldaten noch Männer waren und man ein Lichtschwert noch mit einer Hand aufhalten konnte.
I'm so sold.

Gefasel: Ein Gespräch zwischen Freunden


Er saß der Frau gegenüber, mit der er sein Leben teilte. Nicht im romantisch oder gleich erotischen Sinne, sondern emotional, rational und gesellschaftlich. Für ihn war sie wohl das, was man gemeinhin und leichtfertig mit dem Superlativ der "besten Freundin" bezeichnet. Was sie heute zusammenbrachte war kein sehr fröhlicher Anlass. Oder war es ein sehr fröhlicher Anlass? So genau kann das wohl keiner sagen; Es war sicherlich beides.
Sie war gekommen, weil sie sich Sorgen machte. Meistens machte sie sich zuviel und zu schnell sorgen. Jedes merkwürdige Verhaltensmuster könnte eine tiefgehend ernste Ursache haben. Er nannte sie „Schätzchen“ und sie ihn „Hasi“, aber albern wirkte es trotzdem nicht, denn die beiden nahmen bei allem Scherz ihre Beziehung sehr ernst und das merkte man auch. Als Außenstehender würde man sagen, dass die beiden ein Paar sind, oder zumindest auf dem Weg dahin sind ein Paar zu werden, so sehr bemüht sie sich um ihn. Obwohl sie ihm ähnlich wichtig ist, scheint er sich wesentlich weniger Gedanken zu machen, aber das ist vielleicht nur so eine männliche Angewohnheit. Natürlich ist dabei auch wichtig, dass sie seit vielen Jahren einen Freund hat und eigentlich schon unter Dach und Fach ist. Er hingegen lebt ein Singleleben und davon ist er auch überzeugt. Sie hat fast jeden Tag versucht ihm die Schönheit einer Beziehung beizubringen, aber er meinte nur, dass er das schon wieder mal machen würde, wenn er denn die Richtige fände.
Diesmal sollte sich aber rausstellen, dass sie sich mit Recht Sorgen gemacht hatte. Er hatte sich sehr merkwürdig verhalten; Übermäßig depressiv und auch ziemlich pessimistisch. Also hatte sie ihn lange genug bearbeitet, bis sie ihn soweit an einem Abend soweit hatte, das zu sagen, was sie hören wollte und weil sie ihn kannte, wusste sie, dass er auch genau das sagen wird was er meint. Sonst war das zumindest so, aber heute ergab das alles keinen Sinn. Er hatte offensichtlich den Verstand verloren. Entweder das, oder das was er beschreiben wollte war so kompliziert, dass nicht mal er in all seiner Eloquenz das mit Worten erfassen konnte.


Ja. Das ist noch gar nicht so lange her, dass ich das geschrieben habe. Leider habe ich vergessen um was es gehen sollte und natürlich auch keine Notizen gemacht.
Was glaubt ihr?

Montag, 10. Oktober 2011

Teil III – Konfrontation

Das war leichter als ich dachte. Schwitzend von der Hitze der vielen Kerzen stemmte ich mich nach oben. Ich packte den Müllsack voller Glassplitter und schloss ihn. Als ich ihn anhob ergab sich der Spiegel erneut über meinen Boden. Die scharfen Kanten hatten den Sack aufgerissen. Ich versuchte die Scherben häufchenweise in Zeitungspapier einzuwickeln, aber die Nachrichten aus der Welt waren zu schwer, als dass ich sie alle hätte schultern können. Ich packte die Scherben wieder aus, und suchte nach einem anderen weg. Wenn ich die großen Scherben alle zu kleinen Splittern zertrümmere, dann drücken sie weniger gegeneinander und schneiden vielleicht weniger in den Sack. Ich nahm einen Hammer und machte mich an die Arbeit. Ich klopfte und klopfte und klopfte, bis alle Scherben ganz klein waren. Meine Hand blutete. Mehr als einmal haben mich Splitter getroffen und ins Fleisch geschnitten. Mir machte das nichts aus. Ich denke ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich zu diesem Augenblick bereits besessen war den Müll endlich raus zu tragen. Ich sortierte den Spiegel in einen neuen Sack und zu Sicherheit stülpte ich einen weiteren drüber.
Inzwischen waren tausend kleine Kratzer auf meinem Parkettfußboden. Wie Narben, die mich immer daran erinnern wollen wo der Spiegel hing.
Meine Rechnung ging nicht auf. Die kleineren Scherben übten zwar nicht so viel Druck aus, aber dafür gab es noch mehr scharfe Kanten und irgendwo kam wieder eine durch und erneut sprang das beschichtete Glas vor meine Füße, als wollte es mich nicht loslassen.
Ich gebe zu, dass es wahnwitzig ist, aber dieser Spiegel, der jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit hier in meiner Wohnung gelegen hat, hat mich aufgeregt. Ich nahm mir Schmirgelpapier und machte mich daran die Ecken jeder Scherbe abzuschleifen.
Ich verbrachte Stunden damit sie alle einzeln zu bearbeiten. Ich lernte sie kennen. Alle Einhundertundacht beschäftigten mich die ganze Nacht über. Ich schliff, ich feilte, ich machte Ecken rund, ich kontrollierte jede Kante mit meinem Zeigefinger, erst vorsichtig, dann etwas rascher. Es war eine Plackerei, aber ich bildete mir ein, ich müsste das tun. Anders würde ich den Spiegel nie aus dem Haus kriegen. Ich kehrte den Glasstaub zusammen, warf ihn in drei ineinander liegende Säcke, vorsichtshalber mit den drei gerissenen Säcken als Untergrund, und gab liebevoll die komplett harmlosen Splitter in den Sack. Heben konnte ich ihn allerdings nicht mehr. Ich hatte beim schleifen soviel Staub aufgewirbelt, dass die ohnehin schon zahlreichen Scherben noch mehr geworden sein müssen. Ich stand auf und öffnete die Tür, für den Weg nach unten. Wenn ich den Sack schliff, dann bekam ich ihn vielleicht die Treppe hinunter bis zur Restmülltonne. Sollten sich die Müllmänner darum kümmern. Was ich aber fand, war nicht das, was ich mir unter einem Müllmann vorstellte.
Vor mir stand sie, in eben jener Tür. Die Tür, die sie damals so unbarmherzig in mein Gesicht schlug. Durch das Knallen der Tür fiel der wacklige Spiegel damals von der Wand und zerbrach. Und jetzt, gerade als ich die Scherben aufgelesen hatte, steht sie da vor mir und sagt: „Gib mir das, ich kann es halten.“ Und sie nahm den schweren Sack mit Scherben und hob ihn so mühelos, als ob im Müllbeutel wirklich nur Staub und Splitter wären.

Slackerrecords: The worst day since yesterday


Tatsächlich wollte ich mich hinlegen und sterben, aber Wein in meinen Adern und das Adrenalin in meinem Blut ließen das nicht zu. Ich ging online und klagte der Polin von meinem Leid, die sehr gut verstand wovon ich geredet habe. Es war in etwa zehn Uhr als wir begannen und in etwas zwei Uhr als wir aufhörten.
Dann schrieb mich dummerweise eine neue Kommilitonin an. Der Wein betäubte meine Finger und meine Sinne waren umnebelt von dem zurückliegenden Finale, also schlug ich ein Telefonat vor. Ich hätte es wirklich besser wissen müssen. Meine Sprachperformance war noch in Ordnung, aber das alte Telefon kratze und rauschte. Kommunikation an diesem Abend war allgegenwärtig, aber überall erschwert.. Ich kenne die Frau noch nicht weiter, nur übers Internet, der erste Eindruck ist gut. Idealistisch, ökologisch, klug, offen, leidenschaftlich, anitliberal.... atheistisch, vegetarisch... Was soll's. Man kann sich seine Freunde nicht immer raussuchen, und das herumerziehen an anderen Menschen ist eine Domäne, die ich gerne den Frauen selber überlasse.
Unterm Strich ist sowas eine Hoffnung für jemanden, der ein pessimistisches Menschenbild hat. Ja, es gibt die guten Menschen da draußen.
Um Sechs Uhr haben wir aufgehört und ich durfte ins Bett – nicht dass ich Müde gewesen wäre. Trotzdem hat er gereicht um letztendlich einzuschlafen und heute um halb zwei Mittags wieder auf zu wachen.
Oh, blessed shall be my youth, that giveth me the ability to pull this stuffeth off.
Trotzdem war ich den ganzen Tag müde, bin ich jetzt um halb elf schon wieder müde, keine neun Stunden nachdem ich erwacht bin. Und wieder wollte ich nur einmal Essen.

- Der Bademantelmann

Der zweifellos beste Platz im Theater ist der zentral Platz von dem aus man den beste Überblick hat, genug Details erkennen kann und nichts aus den Augen verliert. Mit Ausnahme des Platzes hinter der Bühne.
Ich liebe mein Theater.

- Der Drama-Dramatiker

Sonntag, 9. Oktober 2011

Slackerrecords: This is the End now.


Nachdem heute ja erst Sonntag war, habe ich bemerkt dass ich noch einen Tag länger Zeit habe. Was bedeutet das? Eigentlich gar nichts. Ich lebe in dem verantwortungslosen Schutzraum, der nur noch vom Mutterleib getoppt wird. Liebe hart arbeitende Bevölkerung: HAHAHAHA!

- Der Student

Es ist komisch, aber nach dem späten Frühstück, habe ich nur einen einzigen, zugegeben sehr vollen, Teller Essen gegessen. Ich war einfach nicht weiter hungrig. Ich finde das komisch. Hat mich der alte Hunger verlassen? Habe ich kein Verlangen mehr?

- Der Bademantelmann

Dann passierte das Unausweichliche. Ich rede von dem schlimmsten was mir jemals passieren konnte. Es ist wie die Sache mit dem letzten Schluck Wein. Die Parallel nehme ich nicht umsonst auf. Ich musste eine Flasche Wein trinken, um das überhaupt ertrage zu können, dieses letzte Ende aller Enden.
Es ist dieses Gefühl von Ende, dass einem jedes andere Ende unwürdig erscheinen lässt. Ich sah das Ende von Battlestar Galactica.
Alles was jetzt noch für mich zu tun gibt, ist mich hin zu legen und zu sterben.

- Der Serienjunkie

Gefasel: Ich saß auf einem Steine und tate Bein mit Beine...


...und das war nicht so gemütlich wie man es sich vorstellt. Der Laptop auf dem ich schreibe schiebt meinen linken Oberschenkel schwer nach rechts und die Anzughose, die ich trage hält nicht viel Reibung aus, sodass er immer weiter hinab rutscht. Fliegen krabbeln auf mir herum und neben mir liegt ein Haufen Vogelscheiße. Damit mein Anzug nicht schmutzig wird sitze ich auf einer alten Mappe und lehne mich mit meinen neuen Rucksack an die Dachrinne der Stadthalle. In diesem kleinen Eck neben dem Eingang von dem aus man den Zentralparkplatz und das „Parkcafe Plaza“ gut überblicken kann ist es eigentlich ganz gemütlich, weil Schatten ist. Zwischen der Abschiedsfeier und dem Abschiedsball war mit dem obligatorischen Familienessen nicht genügend Zeit um nach Hause zu gehen, also habe ich mich entschlossen einfach da zu bleiben und darauf zu warten, dass es weitergeht. In solche Momenten des allgemeinen Abschieds wird erwartet, dass man nochmal an all die guten Zeiten zurück denkt und die schlechten Zeiten möglichst ausblendet. Man soll sich bedeutungsschwer fühlen und stolz. Man soll darüber nachdenken wie man sich entwickelt hat und welche Hindernisse man alles überwunden hat. Vor allem soll man sich aber freuen, weil die Trauer über den Abschied viel zu schwer wäre und man jetzt ja eine neue Freiheit hat. Über den Zusammenhang von Freiheit, Verantwortung und Macht will ich jetzt nicht sprechen, das hab ich schon oft genug getan und ich werde es sicherlich auch noch oft genug tun. Nachdem meine Schultern den ungemütlichen Rucksack nicht mehr lange aushalten und mein Steißbein beginnt zu schmerzen will ich mich allgemein kurz fassen mit dem was ich heute zu sagen habe.
Also. Was habe ich heute zu sagen: Mein Instinkt sagt mir hier eine Aufzählung zu beginnen, in der ich jeden der vorangehenden Stichpunkte kommentiere, aber das klingt mir zu sehr nach dem was ich von mir selber hören will. Ich denke kurz über einen Stellungswechsel nach und nach reiflicher Überlegung entschließe ich wieder nach oben zu rutschen und eine geradere Sitzhaltung anzunehmen. Ist sowieso viel besser für meinen bösen Rücken. Auch das bietet mir nur kurz Ablenkung von dem Vorhaben euch etwas zu sagen. Was will ich heute für eine doch sehr deutliche Botschaft in einem halbstarken Text über mein Leben, Menschen und Gefühle einbauen, in der naiven Hoffnung, dass auch nur ein Mensch beginnt darüber nachzudenken und eine neue Lektion lernt. Meine hochgeschätzte Deutschlehrerin sagte mir mal, dass wir, damit meinte sie den Kurs, unsere Naivität doch bitte behalten sollen, weil es das Leben einfacher macht. Ohne zu behaupten eine Ahnung zu haben (weil „Wer wäre ich?“, und dieser ganze Mist. Ich kann mir ja nicht einfach Anmaßen irgendwas zu wissen, ohne ein dafür zutreffendes Zertifikat, das mich dann zum „Experten“ macht.) sag ich einfach mal, dass das stimmt und freue mich über mein naives Vertrauen in die Klugheit der Menschen und ihren Willen sich zu ändern.


Ups? Wo ist der Rest hin? Oh ja. Ich habe es nie zu Ende geschrieben. Vielleicht habt ihr erkannt, dass ich das in der Stunde vor dem Abiball geschrieben habe. Es erscheint mir nicht richtig, diesen Text jetzt künstlich fort zu setzen. Nachdem mir das Konzept an sich gefällt, mit Ausnahme des ganzen "Uh? Wovon schreibe ich jetzt?"-Kack, werde ich es irgendwann vielleicht rebooten, mit den Wissen, dass es kaum gute Reboots in dieser Welt gibt.

- Der Autor

Samstag, 8. Oktober 2011

Gefasel: Brit Mila

„Ist sie erst mal abgeschnitten, kann man‘s nicht einfach wieder hin nähen“ sagte der Rabbiner verbittert und entsorgte den überflüssigen Fetzen. Überall Blut und Geschrei, eine brutale Prozedur, ganz ohne Narkose. Die Eltern sind beschäftigt, wie es heute üblich ist und haben keine Ahnung wie es ihrem Kind geht. Der Rabbi hält es nach oben und präsentiert es der traditionell anwesenden Kindermeute. Entfremdet, angeekelt bleibt ihnen nichts übrig als zu klatschen, weil der Anstand es so will. Anschließend wird das Kind unter höchsten Anstrengungen versorgt, gewaschen und wieder angezogen. Die Blutung ist an dieser empfindlichen Stelle sehr mühsam zu stillen. Die anwesenden Hebammen versuchen erfolglos das Kind zu trösten. Eine steckt ihm noch eine Süßigkeit in den Mund, bevor das Kind schweren Herzens an die Eltern gegeben werden muss. So herausgeputzt wird es jetzt den Eltern gezeigt, und nach ein bisschen optischer Aufwertung offenbaren sie das Kind der Öffentlichkeit.
„Bravo! Bravo!“ ruft das Volk! „Ein guter Schnitt, ein echter Schnitt, ein schöner Schnitt, so schön als man ihn nur verlangen kann, wir haben schon lange keinen Solchen mehr gehabt!“ Stolz schütteln die Eltern Hände und lächeln in die Kamera. „Was für eine gute Entscheidung!“ werden sie komplementiert. „Ich bin mir sicher, ihr Kind wird ihnen dafür noch lange dankbar sein“, „Es ist wirklich von makelloser Schönheit!“ „Dass wir nicht auch unser Kind beschnitten haben!“ „Die positiven Folgen sind nicht von der Hand zu weisen!“
Der Rabbiner und seine Gehilfen stehen abseits im Schatten mit Schweißperlen auf der Stirn. Niemand sah auf sie. Niemand kannte die Arbeiter am Schönen Schnitt. „Ja, was können wir denn jetzt noch tun?“ fragte eine Hebamme. Der Rabbi sah in seine Hand. Dort lag die kleine, blutige, in sich selbst verkrümmte Vorhaut eines Kindes.

Slackerrecords: Fleiß


Ich war ja sehr lange Zeit Verfechter von der These, dass der Mensch Nachts am produktivsten ist, und jeder Versuch ihn am Morgen zur Arbeit zu zwingen von vornherein scheitert. Der Alltag hat meine These unterstützt. Wie oft war es körperlich völlig unmöglich um acht Uhr in der Schule eine Leistung zu erzielen? Aber wie oft haben wir um diese Zeit komplizierte Matheklausuren geschrieben oder Deutscharbeiten, die unseren Kopf auf Hochleistung gebraucht hätten.
Rückblickend stört mich natürlich keine meiner Leistungen, mit dem Gesamtergebnis bin ich sehr zufrieden. Seeehr zufrieden.

- Der Bademantelmann


Vielen Dank, ich übernehme von hier.
Jetzt ist es aber so, dass ich an diesem Tag aufstand mit einer einzelnen Idee für Dr. Schreckbergs nächstes Drehbuch. Ich hatte eine Rahmenhandlung und ich wusste was passieren muss, aber ich wusste – wie immer – nicht wie ich den ersten Schritt aus dem Anfang der Geschichte herausgehe.
Und dann schrieb ich ihn nieder, den Schritt, der mir gestern Nacht im Halbschlaf, halb im Traum, halb in unserer kalten Realität zuflog. Und dann schrieb ich weiter. Und Weiter.
Das passierte alles um etwas Neun Uhr Morgens. Ich habe nur etwa zwei Stunden länger geschlafen als zu Schulzeiten, aber diese beiden Stunden haben den Unterschied zwischen erzwungenem Fleiß und entfesselter Kreativität gemacht!
Es kommt natürlich dazu, dass ich den restlichen Tag nichts zu tun hatte und tatsächlich bis 18 Uhr durcharbeiten konnte.
Ja, ich habe sogar das Mittagessen vergessen, so besessen war ich vom Funken meiner Arbeit. Ich setzte mich nieder, um eine Idee zu verfassen und plötzlich schrieb sich das ganze Drehbuch wie von selbst! Die Faustregel heißt „für eine Komödie braucht man mindestens drei Witze pro Seite“ – Hohoho…
Bevor ich mich versah, war ich bei Seite 8 und noch lange nicht fertig. Zum Vergleich: „Dr. Schreckbergs erstes Mal hatte nur drei Seiten.“ Ich teilte die Folge in zwei und aus einem wurde vieles. Ich schrieb zu Ende, korrigierte und ergänzte. Episode 2 hat jetzt 5 Seiten und Episode 3 ganze 7. Ich schrieb einen Drehplan und hielt das Palaver mit unserem Set und unserem Kameramann. Erst um halb sieben kam ich dazu zu essen. Und ich hatte meinen Hunger bis dahin nicht einmal bemerkt.
Oh wie groß und lecker kann so einfaches essen nur sein?

- Der Autor


In meinem Stundenplan habe ich 5 Stunden der Medienwissenschaft und 7 der Theaterwissenschaft. Zufall? Ich glaube nicht!

- Der Student


Der Abend gehörte „Person of Interest“. Tatsächlich scheint so etwas wie eine Rahmenhandlung zu entstehen… Vielleicht gibt es noch Hoffnung für die Serie?
Normalerweise wäre die Folge gestern dran gewesen, aber ich war ja unterwegs. Deshalb konnte ich nicht das Battlestarfinale ansehen.
Aber ich werde es sehen... Ich werde es sehen!

- Der Serienjunkie


Link des Tages:
Noch ein Teil von dem man nicht wusste, dass man es braucht, bis man es gesehen hat.

Freitag, 7. Oktober 2011

Gefasel: Das Geständnis eines Lügners?


Ich glaube nicht, dass man in den Himmel kommt, wenn man Gut ist. Ich glaube auch nicht, dass wir den ewigen Zirkel der Wiedergeburt verlassen dürfen, wenn unser Karma gut genug ist, oder dass wir auf irgendeine andere Weise erlöst werden, oder gar für unsere Sünden bezahlen müssen. Deswegen bin ich ja noch kein schlechter Mensch. Nicht wegen dem mangelnden Glauben und nicht, weil ich irgendeine hirnrissige Konsequenz daraus ziehe, ich könnte mir deshalb alles erlauben.
Ich berücksichtige meine Mitmenschen soweit wie es notwendig ist. Das geht natürlich nicht immer und wie jeder Mensch hatte ich ein oder zwei Ausrutscher. Manchmal habe ich den Mut gefunden mich zu entschuldigen. Manchmal nicht. Alles in allem würde ich mich nicht als schlechten Menschen bezeichnen. Eher durchschnittlich. Alltagssünder. Diese "Sünde" habe ich nie als verlockend genug erlebt, um die Konsequenzen wert zu sein.
So gesehen ist Moral eigentlich pure Mathematik. Wieso mache ich meine Arbeit? Damit ich nicht rausgeworfen werde. Wieso will ich das nicht? Weil ich Geld brauche zum überleben. Aktion und Reaktion.
Manchmal ist es schwerer der Versuchung zu widerstehen, aber bisher habe ich noch keine Langzeitschäden davon getragen. An all das habe ich gar nicht gedacht, als ich eine Frau traf, – ja, natürlich handelt die Geschichte von einer Frau – die mit ihren großen Augen, ihrem breitem Lächeln und einem märchenhaften Lockenschwung meine von Gott geklauten Sinne für Gut und Böse verwirrte. Vermutlich ist das der Preis, den wir dafür zahlen müssen. Spätestens seit Spiderman weiß jeder, dass in der Macht nur die Verantwortung liegt, und bis ich sie traf bin ich damit auch ganz gut klar gekommen. Aber ich komme schon wieder zum Schluss meiner Geschichte, ich hatte sie ja gerade erst getroffen.
Diese Menschenblume, für dessen Zartheit Dichter, die weit größer sind als ich, noch keine Worte finden können, weil Sprache an sich viel zu krude ist, um ihr gerecht zu werden, diese Menschenblume, die in ihrer jugendlichen Schönheit das Leben selbst auf ihrem Gesicht trug lud mich ein. Und ich trat ein.
Nichts Schlimmes dabei. Menschen besuchen sich, Menschen vertragen sich, Menschen freunden sich an und vielleicht... Vielleicht kann etwas Besonderes daraus werden. Oh: Es war nichts Besonderes. Sie war schön, was rede ich, sie war umwerfend! Aber bei einigen Einladungen wissen alle Beteiligten worum es eigentlich geht. Natürlich würde niemand das zugeben. Wer wäre man denn seine Triebe zu bestätigen! Um Gottes Willen, nein! So etwas Schmutziges muss immer verneint werden! Und wenn sie dann sagt "Ach, nur dafür hast du mich hier her geholt!" dann werde ich lachen, als wäre es der dümmste Gedanke, den ein Mensch jemals hatte. Und wenn ich einen Witz drüber mache und sage "Naja, zuerst schon, aber dann habe ich bemerkt, dass ich auch noch jemanden brauche, der mir heute Abend das essen kocht, also dachte ich mir: Hey? Wieso lädst du sie nicht dazu ein, um ihren berühmten Nudelauflauf zu beweisen?" dann weiß jeder gute Zuhörer, dass genau das die Wahrheit ist. Jup, ich bin ein Kerl, was kann ich dafür?
Nur dadurch dass ich meine Männlichkeit ständig verneine scheint sie in Ordnung zu sein. Tatsächlich wird genau das erwartet. Diese Lüge ist so verankert in unserem sozialen Umfeld wie die Privatisierung des Wahlverhaltens, weil wer wäre ich öffentlich zu machen welche Meinung ich vertrete? Genauso wie ich niemals verraten darf, dass ich gerade im Bad, nein: auf dem Klo war und was ich da gemacht habe. Was glaubt ihr was ich getan habe? Ich habe geschissen! Masturbation ist sowieso Privatsache, weil das ist ja nun wirklich ganz widerlich. „Er befriedigt sich selbst? Was ist denn das für ein Perverser!“ Als wäre ich der einzige! Als wären nicht alle dabei! Und wenn ich Frauen einlade, um den Teil für mich zu machen, ist das auch verkehrt, oder wie?
Ich schweife vom Thema ab.
Also hatte ich diese Frau bei mir. Es ging nur um Sex – ja ich habe es gesagt: Ich wollte sie ficken! Aber das ist Okay, weil sie es genauso wollte. Sie war reif gepflügt zu werden, wie man so schön sagt. Richtig, ich wollte sie benutzen. Und sie wollte benutzt werden. Mich hat sie ja genauso benutzt und wisst ihr was? Ich fand das geil! Es hat mich angemacht! Der Gedanke, dass wir uns nur auf dieser einen Ebene treffen, der war super! Da draußen waren wir Freunde. Man kannte uns dort gut. Die Leute dachten, dass wir vielleicht bald mal „zusammen“ sind. Oh, zusammen sein, ist genau das was wir wollten. Wir wollten unsere schwitzenden Körper aneinander reiben, wir wollten ineinander eindringen zu einem einzigen wir verschmelzen. Und das taten wir auch. Meine Güte, es war ein Fest! Liebe Katholiken, wie sollen eure Priester jemals Gott erfahren, wenn sie nie den Orgasmus von einer Frau, je nach Vorliebe gerne auch von einem Mann, empfangen haben? Ach richtig. Haben sie ja. Man spricht nur nicht darüber, denn sie sind alles keusche und fromme Männer Gottes. Am Arsch. Aber das ist wirklich ein anderes Thema. („Er hat Arsch gesagt! Wie kann er nur ein Körperteil mit erotischen Wirkungen und fäkalen Funktionen nennen?“)
Liebe Leute, ich bin ehrlich zu euch. Ich habe es genossen. Es war gut. Es war richtig guter Sex. Wie oft gibt es das? Ich sehe überhaupt nichts Verwerfliches daran und ich weigere mich jemals anzuerkennen, dass darüber nicht gesprochen wird! Wir passen doch auf. Niemand wird schwanger. Wir haben keine überhängenden Gefühle, die verletzt werden könnten und keiner von uns beiden erwartet irgendwas, das über das hinausgeht, was wir zu Genüge verrichteten.
Ihr sucht nach etwas Verwerflichem? Ich gebe euch etwas.
Bevor wir das taten was wir… bevor wir außerehelichen Geschlechtsverkehr hatten, hat sie mir erzählt, dass sie Ärger mit ihrem Freund hat. Impliziert ist, dass sie vergeben ist. Sie hat einen Mann. Jemand mit einem Exklusivitätsanspruch.
Wir sind alle mal schwach. Wir geben alle mal der Verführung nach und können uns nicht helfen. In dem Fall hat die Verführung kurz danach ihre Brüste ausgepackt, um sicher zu gehen, dass ihre Intentionen gewahrt bleiben, doch das ist nur eine der vielen Ausreden die ich verwendet habe. Darunter auch „Sie hatte nie gesagt, dass sie eine Beziehung mit diesem Mann hat,“ oder gleich „Ich wusste nichts davon, ich schwör’s!“ Schwören! Das hat mal etwas bedeutet, oder? Ich habe mir selber eingeredet, dass sie mich verführt hat, aber wen versuche ich zu verarschen? Mich selbst? Vermutlich nur das, und das ist vielleicht auch das Wichtige daran. Ich muss ja noch in den sprichwörtlichen Spiegel schauen können. Das ging nicht sehr lange gut, und schnell konnte ich nicht mehr und ich musste das tun was wir heute am meisten zu verachten scheinen. Ich habe angefangen ehrlich zu sein. Wie konnte ich noch Moralpredigten halten, wenn ich selber unmoralisch war. Es war die ganze Günther Grass Diskussion von vorne! Rechtfertigungen helfen nicht. Was ich getan habe war falsch. Und ich habe es mit vollem und echtem Wissen getan. Vermutlich würde ich es wieder tun.
Nein, Nein! Ich bin noch nicht bei dem eigentlich Verwerflichen angekommen. Ich habe eine vergeben Frau beschlafen, im vollen Wissen darüber und ich habe es genossen. Ich habe nicht daran gedacht, als sie sich auf mich gesetzt hat. Ich habe nicht daran gedacht, als ich ihren Körper im Ganzen verschlugen habe. Ich habe nicht daran gedacht, als wir uns in Sphären erhoben, die jeder Beschreibung spotten. Es war mir egal. Als ich in den Spiegel sah und mich schämte für das was ich bin, schämte ich mich nicht der „Unzucht“ wegen, sondern wegen des Lügens. Weil ich nicht dazu stehen konnte.
Und jetzt wo ich dazu stehe, scheint mir unser Betrug gar nicht mehr so schlimm zu sein. Ich kann damit ganz gut leben. Ich würde es sogar wieder tun. Wenn sie jetzt anrufen würde, sagen würde sie hätte einen Freund, aber sie braucht mich hier und jetzt direkt auf ihr drauf, ich würde mich sofort auf den Weg machen und meine Güte, wir hätten unseren Spaß, wie nie zuvor.
Vielleicht brauchen wir deshalb diese Lügen. Vielleicht soll unsere Sexualität deswegen peinlich sein. Damit wir uns der ihrer schämen.
Aber muss ich mich schämen?
Muss ich das?

Slackerrecords: Trio

Am Abend habe ich mich mit zwei alten Mitabiturlern wiedervereint. Beide hatten ihre Freundinen dabei. Normal ist das für mich ein Grund zu Freude. Der Gedankengang ist: Schön, wenn sie glücklich sind - Schön, dass ich meine Ruhe habe. In Gesellschaft ist man oft das berühmte fünfte Rad am Wagen, und wegen den vielen Beziehungsinsidern und Tabuthemen die sich in dem Fall auftun, muss man sich vorsichtig durch den Fluss der Konversation leken. Eigentlich keine schwere Übung. Diesesmal war es aber tatsächlich etwas merkwürdig.
Was mag das bedeuten?
Nachdem zwei wegen Krankheit gegegangen sind, haben wir uns zum ESZW begeben und noch ein bisschen geredet. Als das auch geschafft war fiel ich erleichtert ins Bett und starb den süßen, erleichternden Tod des einsamen Mannes. Einer von meinen Freunden hatte heute Nacht eine kranke Frau im Bett, der andere eine unzufriedene. Wer hat also gewonnen? Hähähä....
  
- Der Bademantelmann


Ich versuche mich an die Ereignise zu erinnern, die zu dem Abend hingeführt haben, aber mehr als einige Telefonate kenne ich nicht mehr. Was habe ich getan? Ich habe Serien geschaut...

- Der Serienjunkie


Genau! Wir haben Dr. Schreckbergs Sprechstunde - Teil 1 online gestellt! Den Link und alle anderen findet ihr rechts in der "Fireladder Productions"-Linkliste.

- Fireladder Productions


Außerdem! Großartige Neuigkeit! (Großartig, wenn man ich ist.)
Ich habe wieder einen Job im Theater. Die Bezahlung ist nicht gut, aber dafür ist die Arbeit hart. Diesmal als Regieassistenz bei Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“. Das ist richtige Literatur! Nicht nur seichte Shakespeare Komödien und Märchen. Katsching!

- Der Drama-Dramatiker

Interlude: Seht was ich getan habe!

Was seht ihr in dem Bild? Denkt drüber nach, versucht es zu entziffern, die Antwort findet ihr dahinter.




Ja, ich habe so ein lustiges Doppeldeutigkeitsbild geschaffen! Meine Damen und Herren, liebe Leser, liebe Freunde: Diese Bilder sind extrem scheiß selten. Zu sehen daran, dass die zweite Bedeutung, die die meisten Menschen zuerst sehen, nicht vollkommen ist. Dieses Bild besteht zu 1% aus schwarz/weiß zu 49% aus göttlicher Fügung und zu 50% aus Glück.

- Der Künstler


Hier ist die Geschichte:
Aus einer Albernheit heraus kreierte die Hutfrau das punische Nilpfred - Wappentier von Karthago. Als ich in der Langeweile der Nacht dieses Bild hinkritzelte, dachte ich noch es sei ein brüllender Nilpferdkopf. (Im Original hat es sogar noch "Ruuu" gemacht.) Dann wies mich die Hutfrau aber drauf hin, dass es etwas anderes sei. Sie sagte mir was, ich tat einen Schritt zurück und musste mich vergewissern. Sofort habe ich eine Umfrage gestartet: Jeder kam zum gleichen Ergebnis. Der Nilpferdkopf ist gar keiner sondern ein Sensenmann, der mit seiner Klaue versucht seinen Standpunkt klar zu machen. Oder er tanzt. Die Experten sind sich uneinig.

- Der Bademantelmann

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Gefasel: Idee


"Du verstehst mich immer noch nicht, sie ist keine richtige Person."
"Wie kannst du das nur sagen? Keine richtige Person! Ist sie schwarz? Bist du jetzt Faschist? Ist sie irgendeine Form von Untermensch?"
"Ach Quatsch, hör mir doch mal zu! Diese Frau die ich getroffen habe ist gar keine richtige Person weil es sie gar nicht wirklich gibt!"
"Hast du die Frau nun getroffen oder nicht?"
"Natürlich hab ich die Frau getroffen..."
"Dann gibt es sie doch wirklich!"
"Nein, weil es nicht die Frau war in die ich mich verliebt habe!"
"Aber gerade hast du doch gesagt, dass du dich in sie verliebt hast?"
"Nicht in sie, in eine andere, die aber gar nicht sie ist."
"Aber du hast doch gerade gesagt, dass du dich in sie verliebt hast?"
"Ja, aber nicht in die Person die sie wirklich ist, sondern in deine Person die sie niemals sein könnte!"
"Was soll das denn heißen?"
"Das soll heißen, dass ich sie gar nicht kenne."
"Ja und? Man lernt die Leute doch meistens erst kennen nachdem man sich in sie verliebt hat."
"Aber das ist anders. Ich habe mich in eine Frau verliebt die ich bereits kenne!"
"Aber gerade hast du gesagt du kannst sie noch gar nicht?"
"Ich kenne sie nicht, aber die Frau in die ich mich verliebt habe schon!"
"Also hast du dich in eine ganz andere verliebt gar nicht in sie."
"Endlich! Genau das! Die Frau die ich liebe ist nicht die Frau die ich getroffen habe."
"Warum schwafelst du dann die ganze Zeit von der Frau die du getroffen hast?"
"Weil sie diejenige ist, die der Frau die ich liebe am nähesten ist. Sie hat sie mir sozusagen gezeigt, ohne sie hätte ich gar nicht gewusst, dass sie existiert!"
"Also hat sie sie dir was? Vorgestellt?"
"Sozusagen"
"Aber du hast sie doch erst gestern abend kennen gelernt, wenn sie dir da jemanden vorgestellt hat, warum erzählst du dann nicht von der?"
"Aber das tu ich doch!"
"Du bist böswillig. Lass mich hier nicht verhungern."
"Ich erkläre es dir nochmal: Ich habe diese Frau getroffen. Ich hab mich nur ein bisschen mit ihr unterhalten. Ich kenn sie eigentlich gar nicht, aber den Rest hab ich mir selber zusammen geschustert. Ich habe mich also nicht in sie verliebt, sondern in eine ganz andere!" "Und diese Andere hat sie dir dann vorgestellt?"
"Nein! Sie hat mir die Andere nicht vorgestellt. Die Andere habe ich mir nur ausgedacht!"
"Warum erzählst du mir von so einer Frau, wenn du sie dir nur ausgedacht hast? Was soll das denn alles! Das ist doch scheiße!"
"Natürlich ist das scheiße, aber das liegt daran dass du mich immer noch nicht verstehst. Sie hat mir niemanden vorgestellt, sie hat mir nur eine neue Welt gezeigt! Ich habe mich in die Frau verliebt die ich getroffen habe, aber sie ist nicht die Frau in die ich mich verliebt habe."
"Wirklich. Den Teil habe ich heute noch gar nicht gehört."
"Die Frau die ich getroffen habe, habe ich in meinem Kopf verklärt, sie wurde zu einer perfekten Frau, in wahrsten Sinne des Wortes zu meiner Traumfrau. Ich habe mich in das Bild von ihr verliebt, dass ich mir ausgedacht habe, aber in Wirklichkeit ist sie gar nicht so."
"Du hast dich also in die Idee einer Frau verliebt?"
"Ja! Genau!"
"Du bist doch geisteskrank"
"Mann, komm mir jetzt nicht so! Ich hab genug Probleme ohne dich in meinem Nacken."
"Ich mein ja nur: Du hast ne Frau getroffen dich aber in eine ganz andere Frau verliebt, die es gar nicht gibt. Das ist doch irre. Du bist doch total verrückt."
"Warst du noch nie in eine Idee verliebt?"
"In eine Idee? Nein. Wie ist das überhaupt möglich?"
"Was soll das heißen: Wie ist das möglich? Das ist ganz einfach möglich! Genau so wie alles andere. Menschen verlieben sich ständig in Ideen! Du redest doch die ganze Zeit davon wie sehr es dir gefallen würde nach New York zu ziehen"
"Das ist doch etwas völlig anderes, ich würde gerne da wohnen, irgendwo oben in einer Wohnung mit Blick über die Straße..."
"Siehst du? Das ist gar nichts anderes. Du sehnst dich so sehr danach, dass du mir konstant damit in den Ohren liegst. Wirklich, du kannst kaum von etwas anderem reden."
"Aber das ist doch überhaupt nicht zu vergleichen, wir reden hier von Liebe von Lieber zu einer Person! Das sagtest du doch? Du kannst doch nicht in die Idee von einem anderen Leben verliebt sein wie in eine Person"
"Freilich kann ich das. Ich verliebe mich ins Bild einer Frau, genauso wie du dich in das Bild einer Wohnung verliebt hast."
"Aber das ist doch nur das Bild einer Frau. Wieso verliebst du dich nicht einfach in die Frau selber?"
"Was? Glaubst du ich kann das irgendwie steuern?"
"..."
"..."
"Und was machst du jetzt?"
"Was soll ich schon machen? Gar nichts mach ich!"
"Wieso nich? Ruf sie doch an, meld dich bei ihr, sonst rennt zu jemand anderen, der sich dann gar nicht in sie verliebt?"
"Ich kann sie doch nicht wiedersehen, wenn ich gar nicht sie will, sondern eine Frau die sie nie sein kann. Diese Andere Frau ist zu perfekt. Sie kann ihr nie das Wasser reichen. Ich wäre enttäuscht."
"Aber... was wenn sie es doch kann?"
"Was?"
"Ihr das Wasser reichen?"

Slackerrecords: Was ich alles erfuhr, als ich über Summer Glaus imdb Seite stolperte...

Ein gar nicht mal so kurzes Update aus der Welt der Medien:
  1. Simpsons Produzenten müssen die Kosten senken oder sie können nicht weiter machen. Die Studios wollen den Synchronsprechern 45% weniger zahlen. Fox kommentiert nicht.
    Simpsons läuft im Moment in der 23. Staffel. An dieser Stelle sei gefragt: Braucht man mehr Folgen? Außerdem: Wo könnte Firefly nach 23 Staffeln inzwischen sein?
  2. „New Girl“ Zooey Deschanel (Jap, egal was imdb sagt, sie hat in „Per Anhalter durch die Galaxis“ Trillian spielt) outFOXed Ringer. Leider ist die neue Comedyserie, die nach der Pilotfolge gar nicht mehr so witzig ist, ganz gut darin die USAler am Dienstagabend vom Ringerschauen abzuhalten. Das ist schade, denn Ringer gefällt mir inzwischen sehr gut. Wieso weiß ich nicht. Wahrscheinlich werde ich beim Anblick von SMG nur sentimental.So oder so, will ich nicht, dass der Serie zu früh die Axt gegeben wird.
  3. Planet der Affen: Prevolution“ ist gar nicht der Originaltitel. Im Englischen heißt der Film „Rise of the Planet of the Apes“ was ja mal ein total lahmer Titel ist. Neben der Synchronisierung von „Sexy Beast“ der zweite echte Erfolg der deutschen Übersetzung(, der mir gerade einfällt).
  4. Heute Nacht um 3:14 Uhr ereilte mich die Nachricht, dass Steve Jobs seinem Krebs erlegen ist. Zwanzig Minuten später habe ich meinen MP3 Player wiedergefunden.
  5. Unglaublich, dass ich es bisher nicht gesehen habe: Summer Glau spielt in einer Superheldenserie „Orwell“ eine Gestalt zwischen der Serie "Gossip Girl" und Alfred Pennyworth mit viel Hight-Tech. Die Serie war ein Midseason Replacement in diesem Sommer und wurde wegen schlechter Quoten von 13 auf 10 Folgen gekürzt. Die zehnte Folge wurde nur noch im Internet gezeigt. Mit einer Rückkehr der Serie ist also nicht zu rechnen.
    Vermutlich war es als ein Ersatz für das kürzlich dahingeschiedene Heroes gedacht. Es gab sogar ein dazugehöriges Webcomic.
    Was ist die Serie? Ein Cop wird in eine Sache verwickelt und wird zum Superhelden, um seinen Namen reinzuwaschen, blabla. An sich nichts besonderes, was die Pilotfolge aber gut konnte war das „nicht so ernst nehmen“ der ganzen Sache, ohne dabei ins alberne abzurutschen. Mir gefällt es bisher.
  6. Außerdem spielt Summer Glau in einem Film mit, der sich bereits in der Post-Poduktion befindet mit dem Namen – haltet euch fest: Knights of Badassdom. Zweifelllos ein weiterer wertvoller Historienstreifen.
  7. Über Summer Glau hinweg, die wohl endgültig zur Sci-Fi Schauspielerin gemacht wurde, zu einer Serie in der sie eine Folge mitgespielt hat namens „Alphas“. Alphas ist vom Prinzip her „Heroes“. Schurken gegen Helden. Superkräfte überall. Sowas kann entweder sehr gut oder aber gar nichts sein. In dem Fall hat Alphas ganz großartige Kritiken bekommen und wird unter niemand anderem als Ira Steven Behr, der die Serie nach der Pilotfolge übernommen hat, im nächsten Jahr mit einer zweiten Staffel weiter machen. Ira Steven Behr? Ich sehe den Namen vor mir in goldenen, runden Lettern vor schwarzem Hintergrund, woran liegt das? Iran Steven Behr ist einer der Hauptfiguren hinter Deep Space Nine gewesen. Danach außerdem verantwortlich für viel aus Twilight Zone und jede Menge 4400.
    Außerdem an „Alphas“ beteiligt sind Zack penn (X-Men 1-3)
  8. Ich habe zu dem einzigen Manga, das ich jemals gelesen habe – weil Bruder Christoph sie praktischerweise gekauft hat – eine Animeserie entdeckt. An sich wäre das ja ein Grund zur Freude, aber Animeserien sind immer so.... Na ihr wisst schon... Auch wenn es Blad of the Immortal ist, der Weg von den Seiten auf den Bildschirm überlebt keiner. (Und niemand zwingt euch nackte Frauen einzubauen! Also wenn ihr das tun müsst, gebt ihnen wenigstens Nippel!)
  9. Jetzt habe ich die erste Folge Bionic Woman angesehen. Nebenher wollte der angehende Medienwissenschaftler alles kommentieren was ihm auffällt. Das Ergebnis habe ich allerdings selber maßgeblich beeinflusst.
00:09 Ist das Will Yun Lee?
00:28 Ist das Tricia Helfer?
00:29 Nein.
00:30 Ist das Katee Sackhoff?
02:14 Ist das Lucy Hale?
07:14 Ouh, das wird so Michael Vaughn ausgehen.
07:26 Told ya.
11:18 Skinjob?
11:52 Es ist tot.
12:27 Mad Science!
13:05 Fortgeschrittene Splotsch-Effekte!
13:29 Hat die nicht in Person of Interest mitgespielt?
23:14 Ich vermisse die Trommeln.
23:30 Das ist ja so Spiderman.
25:00 Ist das nicht Aaron Douglas?
26:08 Ist das nicht Mark Sheppard?
35:00 Das WAR cool.
37:30 Oh Yeah!
37:33 Die Musik ist sehr Starcraft
41:21 kewl
- Der Serienjunkie

Was ihr gestern nicht mehr mitbekommen habt ist, dass ich die ganze Nacht bis fünf Uhr wach war. Ja, bisher habe ich es gut geschafft den Rhythmus der Arbeit beizubehalten, um ihn zum studieren zu verwenden, aber NEIN, jemand hat dazwischen gefunkt. Natürlich musste ich heute Nachmittag nach dem Essen auch nochmal in Starre verfallen, was zur Folge hat, dass es jetzt schon wieder ein Uhr morgens ist, und ich noch kein bisschen müde bin. Dafür habe ich mir ja auch noch meine heutige „Revenge“ und „Modern Family“ Folge aufgehoben

- Der Bademantelmann

Den Abend habe ich damit verbracht illustrativ zu zeichnen, die Ergebnisse sind in der Linkliste unter "Comic Relief" zu sehen, wenn ihr sie nicht eh schon bemerkt habt. (Die mit den bunten Bildern)
Heute ist viel passiert.

- Der Künstler

Link des Tages:
Sometimes the rule of cool overrules everything. So wie hier! 

Comic Relief: Die Farbe ist nicht dein Gegner!

Wenn man so tut, als würde man Farbe verstehen und eine Ahnung  von dem haben was man macht, dann ist es sogar richtig Spaß rum zu pantschen. Dabei kommt man aber eher in den anspruchsvolleren Bereich. Mit etwas "Schärfe" (die wiederum in der bereits verfluchten Erfahrung liegt) würde man dann vielleicht anfangen auf den richtigen Weg zu kommen. Allerdings hat das mit einfachem Comic jetzt nichts mehr zu tun.

Was ist die wichtigste Farbe in diesem Bild?

- Der "Künstler"

Comic Relief: Erster Versuch

So schaut es aus: Comics zu zeichnen ist ein ganz unglaublicher Schmerz im Arsch. Es ist eine filigrane Kunst, die auch noch schnell gehen muss. Ein gutes Comic zu zeichnen ist damit zu vergleichen eine Hausarbeit am letzten Tag zu schreiben. Und das acht mal pro Seite.
Bestimmt kriegt man irgendwann den Dreh raus, vom Talent und der Erfahrung will ich noch gar nicht reden. Bisher sieht es aber so aus, als würde man einen Weg finden müssen sehr schnell, sehr einfach Bilder zu machen, die durch pure Komposition und Farbgebung (urks!) überzeugen.
Bis dahin ist es ein langer Weg, und dieser Weg führt über viel Zeit und Farbe...
Nichtsdestotrotz der erste Versuch, der mir gezeigt hat, dass das wohl kein Hobby sein wird, das ich längerfrisitg verfolgen werde....


Ich denke man sieht ganz gut, wie die Übung mit Farbe und Erfahrung mit dem Stil das ausschlaggebende Element wäre. Ich muss auch mit ein bisschen stolz erwähnen, dass die Gesichtsphysiognomie gar nicht so verkehrt ist, vor allem wenn man berücksichtigt, dass ich da nicht drauf geachtet habe.

- Der "Künstler"

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Gefasel: Der Weg des Fleisches


Und mit einem Schlag war es wieder furchtbar heiß hier, sodass die Poren umgehend reagierten und den Schweiß heraus pressten. Dann sagte sie etwas, das unsere Beziehung für immer verändern sollte: “Es ist wieder so furchtbar heiß hier.” Sie lachte. Ich lachte mit. Aus dem gedanklichen Nichts entstand mit diesem merkwürdig gewöhnlichem Einverständnis ein seltsames Band zwischen uns Beiden. Denn mit einem mal passierte etwas, das bei uns noch nie zuvor passiert war. Wir waren uns einig. Wir waren uns nie einig. Viel mehr noch, wie hatten nie die Gelegenheit uns einig zu sein. Wir sprachen ja kaum miteinander. Ich atmete aus und nach wenigen Sekunden rollte ich mich zur Seite. Jetzt atmete auch sie tief durch. Die Hitze verging dieses mal nicht so schnell wie gewöhnlich. Ich befreite mich von dem Rest der Decke und sie tat es mir nach. Danach drehte ich mich zu ihr hin. Sofort legte sie sich auf die Seite mit dem Gesicht zu mir. Ob das alles bewusste Kopie war oder unterbewusst, durch Spiegelneuronen oder rein zufällig; Mir war es in dem Moment egal. Eine gewisser Schwermut überkam mich und drückte mich von oben herab runter in die Matratze. Ihr Gesicht direkt vor mir hatte ich bisher kaum gesehen, aber im medialen Geschwindigkeitszeitalter spielt das echte Gegenüber ja kaum noch eine Rolle: Jemand den man nur einmal oder nie gesehen hatte ist der beste Freund oder wenigstens ein Partner im Bett. Wenn man sich an die Person gewöhnt hatte, gewöhnt man sich auch schnell an das Gesicht, das mich jetzt mit leicht geschlossenen Augen ansieht. Der Hals und der Bereich unterm Kinn, das mir so wahnsinnig spitz vorkommt, faszinierten mich besonders. Die schmalen aber nach außen hin breiten Schultern, die sicher nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entsprechen, könnte ich mir nicht besser wünschen. An den Rippen war vielleicht ein bisschen zu wenig Haut. Der Schwung der Hüfte ging bergauf zu einem kantigen, zerbrechlichen Becken, das immer noch perfekt ins Gesamtbild, oder besser Gesamtgefühl passt. Als ganze Komposition das wohl Göttlichste was einem Menschen jemals gegeben wurde. Nach dieser einen Stunde kommt mir alles schon so vertraut wie mein eigener Körper vor. Die Verschmelzung war schon abgeschlossen. Wir waren bereits Eins geworden. Jetzt lagen wir nur noch nebeneinander und fanden langsam den Weg in unsere eigenen Körper zurück.
Aber ich wollte nicht. Ich fühlte mich wohl. Fast schon geborgen. Und da erkannte ich was passiert war. Plötzlich waren Emotionen im Spiel. Das war so nicht abgemacht. Es war nicht geplant. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Es waren keinen romantischen Gefühle. Nichts was mich dazu gebracht hätte unter ihrem Balkon eine Serenade zu singen oder andere Albernheiten zu machen. Aber trotzdem wurde mir klar, dass in diesem kurzen Moment der Übereinstimmung, über die plötzlich ach so hohe „Raumtemperatur“, wir zu etwas Einzigartigem geworden waren, was ich so bisher nicht erlebt hatte. Von Liebe keine Spur, aber Emotionen waren nicht weg zu denken. Ich konnte sie nach dieser Profansten aller Begegnungen nicht mehr so ansehen wie ich es bisher tat. Nach so einer Erkenntnis – Erkenntnis im biblischen Sinne – sah man sich komplett anders.
Nun hatte man ähnliche Begegnungen und eine gewisse damit verbundene Übereinstimmung ja schon ein paar mal mit genügend anderen Personen hinter sich gebracht, aber dieses mal war es anders. Und das durch einen einzigen Satz, der mir offenbarte, das nicht nur die Körper ineinanderflossen, sondern auch die Gedanken für einen Moment an dem gleichen Ort waren. Dort trafen sie sich und kurz und ineinander verschlugen trennten sie sich wieder und gingen vermutlich so weit auseinander wie es nur sein könnte. Nie im Leben könnte ich einen Menschen an den ich so doppelt gebunden worden bin wieder vergessen.
So sah ich das damals. Heute kämpfe ich um ihren Nachnamen, heute habe ich den Schwung der Hüfte vergessen und die Ebene zwischen Hals und Kinn kommt mir so schattenhaft vor wie meine Einschulung. Einen Moment aber habe ich nie vergessen. Der in dem sich schlagartig unser Schweiß vermischte und unsere Gedanken in einem kurzen Techtelmechtel die selbe Formulierung für das gleiche Wort fanden.

Slackerrecords: Vom Leid eines Serienjunkies

Ich mag es ja Serien, Filme und Bücher möglichst unbeeinträchtigt zu betrachten. Der (angehende) Medienwissenschaftler ist da mein entschiedener Gegner, aber wenn ich das erste mal das Werk eines Menschen ansehe, will ich es genauso betrachten wie es in der Intention lag. Ohne Fremdeinflüsse und ohne Vorwissen. Ich will von jedem Schoker erschreckt werden, jeder Wendung soll mich überraschen, jedes Gefühl muss mitgefühlt werden und jede Emotion soll mich daran erinnern, dass ich unfähig bin sie in dieser Intensität jemals in der physikalischen Realität zu sehen. Ich will gebannt werden und in diese Welt eintauchen, damit sie zu einer ganz anderen Realität für mich wird. Ich will nichts von dem drumherum wissen. Ich will das volle karthatische Programm.
Natürlich funktioniert das nicht immer vollkommen, und natürlich will ich danach vom Drumherum wissen, aber im ersten Moment soll das Erlebnis komplett sein.
Aus diesem Grund zögere ich die Spannung zwischen den Episoden so lang wie möglich raus. Das heißt im Klartext, dass ich am Tag nur eine Folge von einer Serie schaue, die tatsächlich so etwas wie Spannung haben und zur Vollzeitunterhaltung.
Im Moment laufen wieder viele neue Serien und die füllen mich in der Regel ganz gut. Gestern Abend zum Beispiel war Terra Nova dran, heute gibt es eine neue Ringer Episode, dann eine Folge Revenge, und dann gibt es Person of Interest.
Montag bis Freitag eine andere Serie. Am Wochenende ist also Zeit für andere Scherze. Woran denke ich dabei? Richtig. The One and Only: Battlestar Galactica!
Es zerreißt mich innerlich, dass ich die vorletzte Folge am Sonntag gesehen habe. Die letzte muss jetzt noch bis Samstag warten, nachdem ich am Samstagabend auch schon was vor habe bis Sonntag, und weil da bestimmt wieder was dazwischen kommt bis zum Samstag. Solange könnte es noch dauern, bis ich die Serie, die ich am längsten gestreckt habe zu Ende gesehen habe. Ein Zustand der höchsten Anspannung, der höchsten Erregung und des allerhöchsten GraaaAARGHs!
- Der Serienjunkie


Link des Tages: 
Jedes mal bevor ich einen Beitrag veröffentliche, jage ich ihn durch den Bullshit-Test. Auf diese Weise wahre ich das Niveau meiner Arbeit und vermeide bissige Kommentare bezüglich des Ortes meiner wissenschaftlichen Ausbildung.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Gefasel: ichichich,mirmirmir,meinmeinmein


...und siemeinte dann zu mir... und dann habe ich gesagt...“
Es war eine ziemlichArbeit sie dazu zu bringen mich zu treffen. Wenn man so aussieht wiesie, konnte man sich eine gewisse Auswahl leisten. Für heute hattesie mich gewählt. Ich hatte einen Versuch bekommen, den durfte ichnicht vermasseln. Dafür habe ich zu lange auf die Gelegenheitgewartet. Als wir uns hinsetzten waren meine Hände schwitzig undmein Herz klopfte wie wild. Ihr wisst schon. Das ganze Programm halt.
...aber ich habedann...“
Jetzt redeten wir miteinander. Kein peinliches Schweigen. Das war gut. Immer mal wiedererzählte ich Geschichten, die ich wirklich gut fand. Ich zeigte wieviel ich erlebt habe und wie witzig ich war, gleichzeitig blieb ichaber bescheiden. Gerade hatte ich ihr von meinem letzten Urlauberzählt, und von dem Haus in dem wir gelebt haben.
Das selbe habeich bei mir zu Hause... bei meinen Großeltern ist das anders! ...“
Sie redete recht viel,aber das störte mich nicht. So kann ich wenigstens nicht vielFalsches sagen. Trotzdem wollte ich langsam mal zur Sache kommen,also brachte ich uns zu einem Ort, der etwas privater war.
Das letzte mal,als ich hier war....“
Ich gähnte und strecktemich, um meinen Arm um sie zu legen. Ich weiß, abgedroschen und alt,aber es funktioniert genauso wie jede andere Methode. Und sie bissan. Sie lehnte sich gegen mich und legte ihren Kopf auf meinerSchulter ab.
...wenn ich jetztdaran denke wie...“
Ein Hoch auf enge Kleidungund tiefe Ausschnitte! Der perfekte Winkel! Ich träumte ein wenig inihr Dekolletee hinein.
Ich habegestern...“
Auf ihren gestrigen Taglies ich meinen folgen, doch ich kam nicht weit.
Das erinnert michan damals, als ich das selbe...“
Es war überhaupt nichtdas selbe.
Das Beste war jasowieso ich, als ich...“
Wir verharrten so füreine Stunde, und sie öffnete sich mir immer mehr.
Dann hat er micheinfach... So schwer hatte ich es... und das ganze an meinemGeburtstag... nachdem meine beste Freundin sich so benommen hatte!“
Probleme über die sichandere freuen würden, aber immerhin redete sie darüber. Das heißtsie fühlte sich wohl. Zeit den Sack zu zu machen. Zeit für meinenZug. Ich drehte meinen Kopf langsam so, dass ich mit dem Gesicht zuihrem Ohr gewandt war. Jetzt musste ich nur noch sie dazu bringensich zu mir zu drehen. Sie begann inzwischen philosophisch zu werden.Zumindest würde sie das so begreifen.
Ich kann garnicht begreifen, wie man so egoistisch sein kann... was ich dazu zusagen habe ist ihnen völlig egal... Es ist ja wohl nicht zu vielverlangt ein bisschen auf andere Menschen zu achten, oder? … Nachallem was ich für sie getan habe! Für jeden von ihnen! … “
Ich stöhnte innerlich undverlor ein paar Phrasen des Beileides. Dann begann sie ganzsentimental zu werden und mir Honig ums Maul zu schmieren, anstattsich anständig für meine gespielte Aufmerksamkeit zu bedanken.Meine Güte, kann ein Abend länger sein?
Siehst du? Duhörst mir zu! Warum hat er das nie gemacht! … “
Sie macht es sich bequem,drehte sich aber immer noch nicht zu mir um.
Du respektierstmeine Gefühle und achtest darauf, dass du sie nicht verletzt!“
Jetzt riss meinGeduldsfaden und ich sprang auf und ergriff zur Abwechslung das Wort.
Nein! Nein,tatsächlich denke ich gar nicht darüber nach, ob ich deine Gefühle verletze. Eigentlich denke ich allgemein nicht viel an deine Gefühle.Niemand tut das wirklich. Du hast all diesen Schmerz, aber keiner achtete drauf. Jede einzelne Person interessiert sich einen Scheiß für deinen Schmerz. Mich eingeschlossen. Weil wir viel zu beschäftigt mit unserem eigenen Mist sind, hat keiner die Kraft auch noch zu hören, wie du dich über deine kleinen Probleme in deinem kleinen Leben aufregst.“
Sie sah mich entgeistert an. Es hätte so gut ausgehen können, wenn sie nicht eine so furchtbare Person wäre. Ein einziger Charakterfehler, der alles verdirbt. Niemand will die Egomanin flach legen, die gar keine Zeit findet den Versuch zu würdigen.
Jetzt sprach sie wieder aus ihrem offenem Mund: „
Ichkann gar nicht glauben, dass du mir zuhörst. Du verstehst mich. Du willst nicht nur...“ Sie drehte sich zu mir. Ihre Augen schmolzen und ihr Körper wurde schwach, als sie sich zu mir beugte.
Wenn ich ihr zugehört hätte, wüsste ich vielleicht was sie meint... Ach, zur Hölle. Ich zog sie an mich.

Slackerrecords: Drei Minuten sind drei zuviel


Heute ist eine alte Schulfreundin in die Stadt gezogen. Ich wollte ihr dabei helfen die letzten Sachen auszuladen. Sie reif mich an kurz bevor sie da war, damit ich mich auf mein Fahrrad schwinge und sie empfangen kann, wie abgemacht. Aus irgendeinem Grund hatte sie es geschafft in der der drei minütigen Fahrt von mir zu ihr alles alleine hoch zu tragen. Weil ich mich schlecht gefühlt habe, habe ich zumindest noch eine Decke mit Wasserflasche tragen dürfen.

- Der Bademantelmann


Der heutige Abend wurde von einer Terra Nova Folge versüßt. Klassischer Hollywoodstil in Serienformat. Ich befürchte leider, dass es genauso vorhersehbar ist, wie es wirkt.

- Der Serienjunkie

Montag, 3. Oktober 2011

Gefasel: Lay your head where my heart used to be . . .


. . .  dann erzähle ich dir von den Zeiten, in denen das grüne Gras noch jung und die kühle Nässe am Morgen erfrischend war und nicht nur eine klamme Kälte, die den Schauer der Gegenwart über unseren Rücken treibt. Der Mond sieht nicht so aus als würde er noch lange bleiben wollen und die aufgehende Sonnenscheibe am Horizont bringt jenes klamme prometheische Feuer ins Gras.
Damals hast du mich geliebt.
Damals habe ich dich geliebt.
Damals haben wir uns geliebt. Geleibt. Gelebt.
Wir sind älter geworden und die Wiese auf der wir liegen ist tausendmal nachgewachsen. Was damals geschah war ein anderes Leben. Wir waren aus uns gemacht. Wir waren eins. Du warst ich und ich war du. Du Ich, Ich Du. Durcheinander. Ineinander. Nichts dazwischen. Erinnerst du dich an diese Tage?
Komm nur näher. Sei nicht schüchtern. Wenn die Gegenwart immer nur die Vergangenheit ist, dann spielt heute keine Rolle, das Gestern schon lange vorbei ist. Leg dich mit ins grüne Gras. Es riecht heute noch nach Regen.
Der Baum unter dem wir liegen ist größer geworden. Wir sind schon längst woanders, aber trotzdem liegen wir hier unfähig los zu lassen. Gehen zu lassen. Frei zu lassen.
Frei wirst du nie von mir sein, und du wirst mich dich nie gehen lassen. Nicht hier, wo wir immer nur wir sind und nichts sonst. Du bist mein. Ich bin dein. Dein-Mein-Sein und Mein-Dein-Sein: Unser Dasein. Wo sein? Unser Hier sein. Unser immer Sein. Unser immer hier sein. Unser Dasein ohne je da zu sein, sondern immer nur hier zu sein. Egal wo da ist.
Also leg deinen Kopf dort hin, wo mein Herz mal war und erzähle mir von den Zeiten im grünen Gras. Erinnere dich wie es war mich zu lieben an diesem Ort, der nur aus dir und mir gemacht ist.

Slackerrecords: Abwechslung

Um wieder ein bisschen unterwegs zu sein und hauptsächlich meine Beine zu bewegen habe ich heute die beiden Dr. Schreckberg Darsteller und den See besucht. Ausrede war unser lieber Einheitstag. Unter anderem haben wir meinen Laptop hier repariert, der mir auf den Fuß gefallen war und dabei einen Knacks in der Netzkabelfassung mitgenommen hatte. Später kam tatsächlich Mitbewohnerin nach Hause und sie hat sich durch meine Anwesenheit sehr erfolgreich vom Lernen abgelenkt.
Inzwischen macht sie das nicht nur mit bloser Kommunikation, sondern auch damit Bilder an die Wand zu hängen. Auch wenn ich mich Unwohl fühle die eigenen Bilder in der eigenen Wohnung hängen zu haben, ihr gefällts und besser als die blanke Wand ist es in jedem Fall, bis wir etwas neues gefunden haben. Tatsächlich sieht die Wohnung jetzt... nett aus, auch wenn sie sich zwei nackte Männer für den Flur ausgesucht hat.
Unnötig zu erwähnen, dass der Bademantel dafür fallen musste?
Nachdem die beiden kommenden Wochen wohl noch kommunikativer werden, wird es auch nicht mehr besser werden.
Die fetten Jahre sind vorbei.

- Der Bademantelmann

Sonntag, 2. Oktober 2011

Slackerrecords: Interlude

My Problem is: People don't think exactly like I do, and thats what makes the day so long.“
- Dylan Moran


Seriennachrichten:
Hannah Murray
, die meinen Lieblingscharakter in „Skins“, Cassandra, gespielt hat, ist in der zweiten Game of Thrones Staffel als „Gilly“ aufgelistet. Nachdem ich die Bücher nicht kenne und auch von den Änderungen nicht sagen kann, hoffe ich nur, dass sie gekommen ist, um zu bleiben.
Wer „Skins“ kennt und sich an Cassie erinnert weiß vielleicht warum. Die bittersüße Schönheit des Wahnsinns in der hoffnungslosen, nägelhochziehenden Welt von Skins. Wenn ihr Skins nicht kennt, dann kann ich euch nur so viel sagen: Skins ist ein britisches Teenagersozialdrama, das Menschenseelen mit Haut und Haaren* frisst. Die ganze Serie ist wie ein Autounfall. Ihr wollt es auch wirklich nicht anschauen, aber wie könnte man nur weg sehen? Natürlich ändert sich das von Folge zu Folge, da jede Folge ihren eigenen Protagonisten hat. Cassie ist mit ihren Essstörungen und Halluzinatio (die unheimlichen, nicht die putzigen) für den Urks!-Faktor zuständig.
Jetzt hab ich mich selber so heiß geredet, das ich die Serie wohl nochmal reaktivieren muss.

* Der Autor war sich über die Verkörperlichung der Körperlosigkeit, die in der Verknüpfung der Redewendung mit der Metapher impliziert wurde, beim Schreiben nicht im klaren, hat sich aber dazu entschieden, dass dieses widersprüchlich anmutende Bild die Eigenschaft der Serie unter die Haut(!) zu gehen unterstützt.

- Der Serienjunkie

"Skins" hat ja wie "Coupling", "Free Agents", und viele andere erfolgreiche britische Serien einen AE-Doppelgänger. Oft werden für das US Fernsehen die Serien neu gedreht. Ich habe zwar ein paar Vermutungen, aber noch keine echte Ahnung, wieso das passiert. Die Ähnlichkeiten sind dabei oft erschreckend. Wenn jemand dazu mehr weiß und mir die Investigation sparen will, der soll sich frei fühlen bescheid zu sagen.

- Der angehende (Oh ja!) Medienwissenschaftler

Seriennachrichten könnten ein Ding werden. Ich bräuchte nur einen coolen Namen. So wie: ACTION-News.

- Der Taugenichts

Gefasel: Frustration


Ich denke ich werde mich nie dran gewöhnen. Nun passiert es einem regelmäßig und man sollte meinen man stumpft ab.
Aber das stimmt nicht. Es bleibt immer hart. Ich kenne Leute die haben damit viel mehr Erfahrung wie ich, und fluchen immer noch jedes mal. Andere kommen damit besser klar, trotzdem sehe ich wie in ihren Augen etwas zerbricht. Sie lehnen sich zurück und ihr Blick fällt nach unten, eine glasige Schicht über der Iris. Sie werden dann ganz stillt. Die, die fluchen und wütend werden werfen manchmal sogar mit ihrem Glas.
Ich rede gerne darüber, schreibe darüber, ich versuche meinen Gedanken Worte zu verleihen, wenn es so weit ist. Jeder hat seine eigene Art damit umzugehen. Manche verkraften es besser als andere. Aber es nimmt alle mit. Es geht an die Substanz. Keiner hat das gerne. Daran sieht man das Menschen doch alle gleich sind. Es gibt grundlegende Übereinstimmungen, die niemand, der bei klarem Verstand ist, leugnen kann. Ich will ja gar nicht sagen, dass wir alle vom Trieb gesteuerte Tiere sind, das steht auf einem anderen Blatt und ist überhaupt nicht Teil dieser Sache. Ich sage nur, dass uns solche tragischen Momente verbinden. Sie zeigen uns ein bisschen Herz. Gefühle. Hier sehen wir, das egal wie fremd wir uns vorkommen, wir eigentlich nicht anders sind, als jeder andere Typ. Die Reaktionen sind nur der Ausdruck für ein im Kern identisches Gefühl. Frustration.
Schade, dass diese Übereinstimmung durch so ein finsteres Gefühl hervorgerufen werden muss. Aber es hat auch was gutes, so ist man nicht mit diesem kältesten aller Zeitpunkte, den man in seinem Leben viel zu oft erleiden muss, ohne dass es irgendeine aufrechte Menschenseele verdient hätte, allein. Wir können nur auf die Knie fallen und klagen, ob dem Gräuel das uns da widerfahren muss. Wie es in uns hineingreift, mitten in der Entspannung jede Muskelfaser neu verspannt, wie es uns immer wieder hart ins Gesicht trifft, obwohl es ja absehbar ist! Obwohl wir sehr gut damit rechnen können! Wir wissen genau wann und wie es kommt! Wir können sogar darüber entscheiden!
Vielleicht ist gerade das der Punkt. Wir sind die Schmiede dieses Unheils. Wir sind schuld daran, dass es über uns kommt. Es ist unsere Freiheit mit der wir uns dieses unsrige Grab schaufeln. Weil wir es so wollen, packt es uns und schüttelt es aus uns heraus. Wir können ja auch gar nicht anders. Immer wenn wir anfangen, müssen wir auch beenden. Und dieses Ende mündet unweigerlich in den Ärger, in die Trauer, in die Wut, in welche Form auch immer, ganz nach Vorliebe des einzelnen Menschen. Vielleicht beweist sich dadurch ja das Schicksal. Ein Schluss kommt immer nach einem Anfang. Das ist der Lauf der Dinge. Die Logik gebietet es so. Wir kommen nicht Drumherum.
Aber eigentlich bringt es ja auch nichts zu klagen. Dem Ärger Ausdruck zu verliehen ist natürlich erlösend, aber unter Strich ändert es nichts. Das macht es ja so unausstehlich! Das ist ja das frustrierende an der Frustration! Wir können es nicht ändern, es frisst sich durch uns durch, wie eine riesige, widerliche Made. Wir können diese Made vor Ekel kaum ansehen, doch jetzt bohrt sie sich durch unseren Brustkorb, wir würden sie gerne heraus pulen, aber sie steckt zu tief drin, wir beginnen zu graben und zu graben, aber sie beißt sich fest, und wenn wir sie erwischen, reißen wir ein Teil von ihr ab, ohne sie aber raus zu ziehen. Das ist Frustration! Das ist es!
Und genau so ist der Moment in dem der Wein leer ist.

Samstag, 1. Oktober 2011

Slackerrecords: Wieder nichts.

Die Errungenschaft des Tages war, das ich zum dritten Tag in Folge nur meinen Bademantel getragen haben.

- Der Bademantelmann


Die zweite Errungenschaft war, das ich am Abend mal wieder ein paar Hosen tragen durfte. Irgendwann muss man Vorräte aufstocken!

- Der Student

Gefasel: We're all fate's bitch


"Rom brennt" sagt er und gosssich ein weiteres Glas Wein ein. "Aber immer noch stehen wir knietief in einem Meer aus seidernem Tand." Er drehte sich zuihr um und hob das Glas. Sie standen gemeinsam auf dem steinernen Balkon umrahmt von Säulen über einem Flammenmeer, das dem jüngsten Gericht gleich eine neue Ära der Menschheit ankündigte. Wie auf einer Kinoleinwand waren sie klein in der Mitte des Bildes vor einem orgiastischem Finale zu einer grandiosen Geschichte. Nichts wird je wieder so sein wie es war! Sie faltete ihre Finger in seine und lächelte ein Lächeln, dass Venus selbst vor Neid herabgestiegenwäre um ihr makellos weißes Gesicht zu zerkratzen. Mit einem Blickschlug sie vor diesen Ort zu verlassen und sie wandten der Weltengeburt ihren Rücken zu.
Er erwachte noch vor dem Abspann. Eswar nur ein Traum.

Die Sonne schien warm auf seine Haut.Es gab im Moment nur die Sonne, das Gras auf dem er lag und die Frauin seinem Arm. Diese eine nach dem er sein ganzes Leben gesucht hätte, hätte er gewusst die Perfektion selbst nahm sich der Menschwerdung an. Der Wind streichelte seine Haut und wehte einige Haare auf seinen Arm. Sie seufzte kurz und er wusste, dass sie dasselbe dachte wie er. Nichts in der Welt kann diesen Augenblick zerstören. Sie waren unsterblich.
Er erwachte bevor der Augenblick vorbeiwar. Es war nur ein Traum.

Das Orchester erhob sich zum großen Finale, dirigierend ging sein Arm mit Stab nach oben und schlug die letzten drei finalen Töne vor. Die Melodie umschwemmte ihn in einem warmen Bad der Heimat. Hier war er Mensch! Als auch die Bläser verstummten war für eine Sekunde Stille. Eine zerreissende Sekunde, die Ruhe vor dem Sturm. Die Länge dieses Moments zeigt das wahre Ausmaß des gehörten Konzert. Für einen Moment steht die Welt still, denn Niemand hier will dass diese letzte Harmonie aus den Ohren verklingt, war sie doch das perfekte Ende zu einer perfekten Minute, zu einer perfekten Stunde. Dann begann die Menge zu toben. Er drehte sich um und hob die Arme. Synchron stand das Orchester auf und alle verbeugten sich.
Er erwachte bevor der Moment vorbei war. Es war nur ein Traum.

Die Straße war nicht sehr voll, aber auch im dichten Gedrängel hätte er sie sofort bemerkt. Ihr Schritt federte leicht. Sie blickte sich nach Autos um bevor sie über die Straße ging. Über die Schulter trug sie eine Tasche, die sie mit ihrem Daumen zurecht ruckte. Auf ihre Gesicht spiegelte sich ihre Seele wieder und er hatte den Eindruck, wenn er in diese Augenblicken durfte, wusste er alles was es zu wissen gibt. Alles was wichtig war. Alles was zählt. Dieses makellose Geschöpf das ihn aufeinmal mitten ins Gesicht schlug mit dem von dem er nicht wusste, dass er es schon immer wollte. Dieser Spiegel seiner eigenen Sehnsüchte lief dort einfach so über die Straße und wusste nichteinmal von seinem Glanz! Sie hatte die Straße überquert und kam jetzt direkt auf ihn zu. Ihr Blick traf seinen.
Er erwachte bevor der Blick vorrüberwar. Es war nur ein Traum.

"Niemals" seufzte er."Niemals, will ich...". Sie legte den Finger auf seinen Mund. Obwohl es dunkel war konnte er sie immer noch gut erkennen. Ihre Umrisse, ihre Haut, ihren Mund... Sie beugte sich über ihn und küsste ihn, zart, sanft, wie sie war. Wie alles an ihr war. Wie konnte ihm so etwas vergönnt sein? Wie konnte einem einfachen Mann das perfekte Glück gegeben werden? Wie konnte...
Er erwachte bevor er zu Ende gedacht hatte. Es war nur ein Traum. Neben ihm lag seine Freundin. Er dachte an die Zeit in der sie sich kennen lernten, als sie noch diese Magie in sich trug, dieses Unerreichbare, Unwirkliche, dieses zu-gut-um-wahr-zu-sein. Er dreht sich zu ihr um und sah sie wie sie heute war.
"Ach, Sch-"